Das große Yoga

Als der international erfolgreiche Fotograf MICHAEL O’NEILL seine Leidenschaft für Yoga entdeckte, erfuhren seine Portraitwerke eine 
ganz außergewöhnliche Weiter-entwicklung. In den letzten zehn Jahren gelangen ihm einzigartige und bewegende Aufnahmen der wohl einflussreichsten Yogameister unserer Zeit. Diese Fotosammlung wurde nun erstmals in einem Bildband veröffentlicht
text Cherry Maslen fotos Michael O’Neill

Dharma Mittra im freihändigen Kopfstand (niralamba shirshasana)

New York City, November 2006.

„Himmel trifft Erde“:

Tiefe Meditation in höchster Höhe im Hochland von Tibet, 
Ladakh, 2010.

„Gebet im

Ganges“: Swami Chidanand Saraswati, Präsident des Parmarth Niketan Ashram  in Rishikesh, 2006.

Eddie Stern in der Stellung des weisen Bhagiratha im Schneetreiben

New York, 2014.

Yoga übt auf Menschen auf der ganzen Welt eine ganz besondere Faszination aus: von weltbekannten Stars bis zu in einfachsten Verhältnissen lebende Bewohner entlegener Dörfer, von den Superreichen bis zu den Allerärmsten – sie alle verstehen Yoga als eine Bereicherung ihres Lebens, mit dem gewünschten Effekt der Verbesserung des körperlichen und seelischen Befindens. Gerade in der westlichen Welt wächst die Zahl der Anhänger der eleganten Übungen für Körper und Geist stetig. Einer davon ist der amerikanische Fotograf Michael O’Neill, der für seine Aufnahmen von berühmten Persönlichkeiten wie Andy Warhol, dem Dalai Lama, Modeschöpferin Donna Karan oder Schauspieler und Regisseur Kevin Spacey bekannt ist.

Der Ausnahmefotograf setzte sich die letzten zehn Jahre intensiv mit allen Aspekten der Yoga-Kultur auseinander und schuf so dank seines bemerkenswerten Talents und seiner einzigartigen Einblicke äußerst beeindruckende Portraits von Yogameistern und ihren Schülern. Während auf der ganzen Welt Yogastudios und Yogakurse wie Pilze aus dem Boden schießen, erscheint Michael O’Neills Hommage an die Welt des Yoga nun in einem faszinierendem Buch: „Michael O’Neill. Über Yoga: Die Architektur des Friedens.“ „Ich habe einfach versucht, den Stammbaum des klassischen Yogas nachzuzeichnen, als eine Hommage an diese beeindruckende philosophische Lehre und um diese einzigartigen Momente festzuhalten, bevor sie für immer entschwinden,“ so Michael O’Neill.

Neben den außergewöhnlichen Portraits in diesem Buch werden auch weitere Yogameister in scheinbar unmöglichen körperlichen Verrenkungen und Verdrehungen gezeigt, während sich in ihren Gesichtern gleichzeitig große Weisheit und Gelassenheit widerspiegeln. Genau diese Weisheit und dieses Mitgefühl in ihren verschiedenen mimischen Ausdrucksformen hat Michael O’Neill viele Jahre lang gefesselt. Denn wer wäre nicht fasziniert von seinem Portrait des bärtigen Yogi, der mit geschlossenen Augen im Lotus-Fisch verharrend auf dem Wasser treibt? Oder aber auch von den Jungen im südindischen Kochi, die den traditionellen Mallakhamb-Sport ausüben und dabei akrobatisch aufeinander stehen in einer Mischung aus Yoga, Turnen und Akrobatik? In dem Buch findet sich darüber hinaus die weltbekannte Aufnahme Seiner Heiligkeit, dem 14. Dalai Lama, beim Meditieren aus dem Jahre 1996.
Ferner werden in dem umfassenden Bildband anhand von fast 200 Fotos auch seine gesamten Reisen durch Indien und sein eigenes Interesse an und vor allem seine Erfahrungen mit Yoga und Meditation festgehalten. „Die Erlebnisse von Michael O’Neill und seine Indien-Reisen durch seine Augen miterleben zu können, ist ein Geschenk für den Geist, die Seele und den Körper – ich habe dadurch eine Veränderung in mir erlebt, die ich nie wieder vergessen werde“, so die begeisterte Yogaanhängerin und berühmte Modedesignerin Donna Karan über Michael O’Neills Buch.
michaeloneill.com

Jyoti Bhushan Mishra in der Stellung des Hahns (kukkutasana)

Varanasi, 2009

Michael O’Neills Buch

„Über Yoga: Die Architektur des Friedens“ ist im Taschen Verlag erschienen. taschen.com
Weiterlesen

Dieser Artikel stammt aus der Ausgabe Winter 2016

Weiterlesen